Viagra für Sexualstraftäter

Ein Gefängnisarzt hat eingeräumt, einem Sexualstraftäter das Potenzmittel Viagra verschrieben zu haben.

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Der 61-Jährige war Anfang Juli entlassen worden und hatte anschließend einen fünf Jahre alten Jungen entführt und missbraucht, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Bei der Festnahme des Mannes fand die Polizei bei ihm eine angebrochene Viagra-Packung.

Quelle: Tagesspiegel

Ich glaube, daß dieses Rezept die Karriere des Gefängnisarztes nicht wirklich fördern dürfte. Ob er sich sogar strafbar gemacht haben könnte?

4 Gedanken zu „Viagra für Sexualstraftäter“

  1. Da fällt mir nichts mehr zu ein. Klar, im Gefängnis – ohne Viagra – undenkbar. Vielleicht sollte man den Arzt in die selbe Zelle sperren wie diesen Menschen, solange bis das Viagra aufgebraucht ist… 🙂

  2. Hm, ich weiß nicht. Sollte man einem Mörder jede Hilfe bei einem Krankheitsfall o.ä. verweigern? Kommt ja im Prinzip auf’s selbe hinaus.

    Ein Sexualstraftäter könnte ja auch ein normales Sexual-Lebel führen, nach seiner Entlassung.

  3. Der Vergleich hinkt ein wenig. Wer sein Geschlechtsorgan als Waffe missbraucht sollte m. E. die Munition nicht noch aus Steuergeldern finanziert bekommen.

  4. Hast ja recht mit dem Vergleich.

    Aber dennoch, ich denke das Viagra hier ist nicht wirklich das entscheidende. Ich habe keine Zweifel der Junge wäre auch ohne Viagra entführt worden und das Medikament hätte genau so gut für Dinge verwendet werden können, die rechtens sind.

    Meine Fragen ist eher warum jemand, der als nicht resozialisierbar und gefährlich eingestuft wurde, einfach so entlassen werden kann, offensichtlich ohne Überwachung o.ä. Allerdings bin ich mir selbst auch noch nicht ganz im Klaren darüber, was der richtige Lösungsansatz dafür wäre. Jemanden permanent zu überwachen ist sehr aufwendig, oft nicht praktikabel und ich bin ziemlich sicher, dass die Zahl der nicht resozialisierbaren (warum auch immer) in den nächsten Jahren nicht kleiner wird.

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