Unmotiviertes Losprusten in der Hauptverhandlung

Alle Strafverteidiger kennen die Hauptverhandlungen, in denen phasenweise das Wachhalten die anstrengenste Tätigkeit ist. In Zeiten von Laptops und UMTS-Karten ist es dann angenehm, wenn Kollegen mit einem guten Witz per Mail oder Messenger für Munterkeit sorgen. Peinlich nur, wenn der Witz so gut ist, dass man plötzlich ein Losprusten oder Lachen nicht unterdrücken kann, wie es mir gerade bei dem von einem Kollegen zugesandten Witz passiert ist:

Fußballspiel zwischen Werder Bremen und HSV:

Schaaf zu seinen Spielern in der Umkleidekabine: „Hört zu Jungs, ich weiß die Hamburger sind scheiße. Aber wir müssen gegen sie spielen, um den DFB glücklich zu machen.“

Darauf Miro Klose: „Ich mach euch einen Vorschlag. Ihr geht alle nach Hause und ich spiele alleine gegen sie. Was meint ihr dazu?“

Trainer und Spieler sind einverstanden und gehen Heim.

Nach gut einer Stunde erinnert sich Thorsten Frings, dass ja das Spiel läuft und schaltet den Fernseher an: Bremen 1 (Klose 10. Min.) Hamburg 0 zeigt die Anzeigetafel.

Zufrieden widmet er sich wieder seiner Familie. Nach einer weiteren Stunde betrachtet er das Endresultat. Die Anzeigetafel zeigt:
Bremen 1 (Klose 10. Min.) Hamburg 1 (Jarolim 92. Min .)

„Scheiße!“ schreit er und telefoniert mit allen Mitspielern, entsetzt fahren alle mit dem Mannschaftsbus zurück ins Weser Stadion, wo sie Klose in der Garderobe sitzen sehen, das Gesicht in den Händen vergraben.

„Was zum Teufel ist passiert, Miro?“ schreit Thomas Schaaf.

„Sorry Freunde“, antwortet Miro, „aber dieser verdammte Schiedsrichter hat mich in der 11. Minute vom Platz gestellt!“

Da brach es aus mir heraus, sorry!