Rote Zora: 2 Jahre auf Bewährung

Die von der Bundesanwaltschaft angeklagte Adrienne G. wäre schlecht beraten gewesen, wenn es anders gelaufen wäre. Noch bevor sich die Angeklagte den Strafverfolgern gestellt hat, sind Gespräche gelaufen zwischen Gericht, Bundesanwaltschaft und der Verteidigung:

Weil G. geständig ist und sich zusammen mit ihrem ebenfalls gesuchten Lebensgefährten nach zwei Jahrzehnten im Untergrund im vergangenen Dezember gestellt hatte, hat das Gericht eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren angekündigt. Bei den Anschlägen sei niemand verletzt worden, auch Sachschaden habe es nicht gegeben, hieß es. Vor Gericht geht es nun nur noch um Formalien“ die Zusammensetzung des Sprengstoffs, technische Details und den zeitlichen Ablauf der Taten.

berichtet der Tagesspiegel heute ausführlich.

Die Bundesanwaltschaft wirft der 58-jährigen Frau die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung vor. Adrienne G. soll außerdem für einen weiteren Attentatsversuch auf eine bayerische Textilfabrik 1987 ebenfalls einen Wecker besorgt haben. In beiden Fällen versagte der Mechanismus“ beabsichtigt war die Zerstörung der Gebäude, Menschen sollten nicht zu Schaden kommen.

Vor diesem Hintergrund ist eine Bewährungsstrafe kein schlechtes Ergebnis der Absprache zwischen den Verfahrensbeteiligten.

Ein Gedanke zu „Rote Zora: 2 Jahre auf Bewährung“

  1. Bedauerlich ist, dass nun nicht rauskommt, welche Leute die Dame über 20 Jahre versteckt und finanziert haben. Auch finde ich es nicht sehr glaubhaft, dass Adrienne niemals bei einem erfolgreichen Anschlag mitgemacht hatte – wie kann man so unfähig sein??? (Das ist wie der erwischte Ladendieb, der behauptet dass es das erste Mal sei – hab früher shopblogger gelesen :-)) Aber was vor Gericht man nicht sauber beweisen kann, das gibt es auch nicht.

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