Razzien gegen türkische Staatsfeinde

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche türkische Extremisten sind 32 Wohnungen und Büros in Bayern sowie weitere Objekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen durchsucht worden. Mehrere Personen wurden festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, die seit 1998 verbotene türkische Organisation „Revolutionäre Volksbefreiungsfront“ zu unterstützen.Die Aktion sei gegen insgesamt 52 Beschuldigte, überwiegend türkischer Staatsangehörigkeit, gerichtet gewesen, teilte die Polizei Augsburg mit. Ziel der Organisation „Revolutionäre Volksbefreiungsfront“ ist nach Polizeiangaben die Zerschlagung des türkischen Regierungssystems. Ihr werden zahlreiche Terroranschläge in Großstädten der Türkei zugeschrieben. Bereits zahlreiche Terroranschläge gingen auf das Konto dieser Vereinigung. Von der Europäischen Union wird sie als terroristische Organisation eingestuft.

Quelle: br-online.de

Wie die Deutsche Botschaft in Ankara mitteilt, ist die DHKP-C aus der schon 1983 in Deutschland verbotenen marxistisch-leninistischen „Devrimci Sol“ hervorgegangen, deren Ziel die Zerschlagung des bestehenden türkischen Staatsgefüges durch bewaffnete Revolution war. 1998 wurde die DHKP-C und damit auch die ihr eingegliederte Revolutionäre Volksbefreiungsfront (DHKC, Aktionsform ist bewaffneter Kampf) auf Verfügung des Bundesministers des Innern verboten. In Europa ist die DHKP-C außer in Deutschland nur in Großbritannien ebenfalls verboten worden.