Neue zahlungskräftige Kunden für Strafverteidiger

Jetzt hat auch der Bundesrat zugestimmt: Ein neuer Paragraf im Strafrecht verbietet die Nutzung von Programmen, die Computern schaden können – mit riskanten Nebenwirkungen. Denn das Gesetz untersagt auch Sicherheitsexperten, Computersysteme mittels entsprechender Software zu schützen.

Wenn Hartmut Pohl, Professor für Informationssicherheit, weiter forscht und lehrt, wird er sich strafbar machen. In seinen Ãœbungen an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg spürt er mit Studenten Schwachstellen in den Computersystemen von Firmen und Behörden auf – mit Zustimmung der so Erforschten. Doch bald sind die dafür notwendigen Programme verboten. Der Bundesrat hat heute das entsprechende Gesetz beschlossen, im Bundestag ist die entsprechende Änderung des Strafrechts längst durch.

Quelle: spiegel

Man dankt natürlich den Gesetzesamateuren für diesen Unsinn, denn damit werden uns neue Kunden zugeführt, die auch die Rechnungen leicht und schnellbezahlen können.

2 Gedanken zu „Neue zahlungskräftige Kunden für Strafverteidiger“

  1. hm, kann man bei leuten die hacker tools benutzen um ihr eigenes system zu testen o.ä. nicht §193 (Wahrnehmung berechtigter interessen) analog anwenden?
    da muss sich die rechtsprechung jetzt wohl was einfallen lassen um so einen bescheuerten paragraphen so auszulegen, dass was halbwegs vernünftiges rauskommt.

  2. Ja, auch Ihre Kollegen aus Berlin sehen da viel Spass in der nahen und mittleren Zukunft auf sich zukommen.
    Es wäre allerdings schöner, wenn die Kinder im Sand spielen könnten, ohne Bürger als Versuchskaninchen zu mißbrauchen. Auch, wenn’s Spass macht.

Kommentare sind geschlossen.