Mittelalter bei der Staatsanwaltschaft

Es fehlten ein paar Seiten aus einem Beschlagnahmeprotokoll, die deswegen bei der Staatsanwaltschaft angefordert wurden. Daraus hat sich folgender Dialog per eMail mit dem Ermittler entwickelt:

Staatsanwalt:

Ihr Faxgerät ist nicht willens, mehr als 1- 2 Blatt entgegen zu nehmen. Bitte melden Sie sich, wenn es wieder funktioniert.

Verteidiger:

Da scheint nicht an *unserem* Fax zu liegen. Ihre drei Versuche sind hier registriert. Vorher und nachher um 9:48 haben wir 9 Seiten aber aus Westdeutschland erhalten. Hmmm. (Anbei ein screen shot unseres Fax-Empfangs-Protokolls).

Staatsanwalt:

Es liegt offensichtlich an unserer Telefonanlage, wie schon ein Mal. Anscheinend kümmert sich keiner darum. (Sch… öffentlicher Dienst, hat denn überhaupt keiner mehr zu was Lust ?) Ich werde die Kopien nun per Postkutsche auf den Weg bringen.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Mittelalter

(P.S.: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Mail erst gegen mich verwenden, wenn ich pensioniert werden möchte.)

Bemerkenswert finde ich das letzte Wörtchen „möchte“. Das läßt Schlußfolgerungen zu.

Ein Gedanke zu „Mittelalter bei der Staatsanwaltschaft“

  1. Da fällt mir der alte Karl Valentin ein.

    Wollen hätte ich schon mögen, nur dürfen hat man mich nicht gelassen.

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