Mitohne ersichtlichen Grund

Im Strafbefehl ist zu lesen:

Nach einer Körperverletzung auf dem Bahnhof Berlin Zoologischer Garten wurden Sie zwecks Anzeigenfertigung zum Einsatzabschnitt Berlin Zoo verbracht. Dort beleidigten Sie den Polizeibeamten G. ohne ersichtlichen Grund mit den Worten: „Beamtenidiot, Du Scheißer, Du bist der größte Rassist, Penner, Du bist dämlich in der Birne, Du bist Scheiße, kleener Pisser“.

Vergehen der Beleidigung, strafbar nach §§ 185, 194 Strafgesetzbuch

Ich frage mich, ob sich an der Strafbarkeit etwas ändert, wenn der Angeklagte mit ersichtlichen Grund solch heftige Worte gesprochen hätte.

Zur Information: Der Tarif liegt bei 30 Tagessätzen.

5 Gedanken zu „Mitohne ersichtlichen Grund“

  1. Das Tourette-Syndrom wird Sven kaummit „Torett“ gemeint haben, da die Schreibweise trotz Rechtschreibreform unstreitig ist. Das Tourette Syndrom wurde benannt nach dem franz. Arzt Albert Gilles de la Tourette.

  2. Da nach mehreren Stufen der Rechtschreibreform offensichtlich der Großteil der Deutschen nicht mehr weiß, wie die eigene Muttersprache zu schreiben ist, sollte man doch erst recht bei fremdsprachlichen Eigennamen etwas mehr Rücksicht walten lassen. Ich bin fast sicher, Sven meinte genau jene nach einem französischen Arzt benannte „Krankheit“.

Kommentare sind geschlossen.