Magnus Gäfgen reloaded?

Der wegen Mordes an Jakob von Metzler verurteilte Magnus Gäfgen steht möglicherweise vor einem neuen Verfahren über den alten Fall:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte habe Gäfgens Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland einstimmig angenommen, berichteten die Zeitungen.

Die Richter sähen Anhaltspunkte, dass die deutschen Behörden gegen das Verbot der Folter und gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens verstoßen haben.

Gäfgen hatte im September 2002 den Frankfurter Bankierssohn Jakob von Metzler entführt und ermordet und war deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte erst ausgesagt und die Polizei zur Leiche des Kindes geführt, nachdem ihm von der Polizei massive Gewalt angedroht worden war.

Quelle: fr-online

Details veröffentlicht der Vertreter von Markus Gäfken, Rechtsanwalt Heuchemer, auf seiner Website.

6 Gedanken zu „Magnus Gäfgen reloaded?“

  1. Ein schreckliches Verbrechen! Im Einzelfall sind die Meinungen nachvollziehbar. Dennoch kann es für Folter keine Rechtfertigung geben! Wann ist die Grenze zur Folter überschritten? Wird sie bald öfter überschritten? Böses sollte nicht mit Bösem bekämpft werden, sonst wird man irgendwann selbst zum Bösem!

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