Mal wieder Fotokopiekosten

Die Akte bestand aus drei Bänden, einem Sonderheft und einer Beiakte. Gleichwohl meinte der Kostenrechtspfleger, 59 Kopien hätten reichen müssen. Gespannt bin ich auf die Reaktion bezüglich meiner Beschwerdebegründung, in der ich u.a. ausführe, dass jedenfalls immer dann, wenn ein Gericht oder eine Staatsanwaltschaft eine Akte für nur drei Tage oder kürzer zur Verfügung stellt, damit gleichzeitig die Genehmigung erteilt wird, dass ein vollständiger Aktenauszug gefertigt wird, der bei Kostentragungspflicht der Staatskasse von dieser auch voll übernommen wird. Denn jeder Staatsanwalt und Richter weiß genau, dass jedenfalls Strafverteidiger zum Teil mehrere Tage in der Woche außerhalb des Büros unterwegs sind, so dass das Lesen der Akten innerhalb einer Frist von drei Tagen oder weniger selten möglich ist und deshalb eine pünktliche Rücksendung der Akten nur möglich ist, wenn ein vollständiger Aktenauszug gefertigt wird.

In diesem Zusammenhang auch mal mein völliges Unverständnis für Kollegen, die Akten nur für “ 2 x 24 Stunden“ anfordern, warum sollte man sich selbst völlig ohne Not in Zeitdruck bringen.