Mal wieder: Die Party-Frage

Gestern war es dann wieder mal soweit. Die an einen Strafverteidiger gestellte Frage:

„Wie kannst Du nur so einen verteidigen?!“

Ich habe neue Standard-Antworten auf diese Standard-Fragen gefunden, zwei Zitate von Jacques Vergès:

Im Herzen des schlimmsten Kriminellen gibt es einen Garten der Unschuld.
Im Herzen des meist respektierten Ehrenmannes gibt es eine Hölle.

und noch schöner:

Ein Anwalt ist nicht dazu da, Mutter Teresa zu verteidigen.

Ãœbrigens: Es sind sehr oft Rechtsanwälte, die mir diese Frage stellen. Zivilisten eben, die nichts vom richtigen Leben verstehen. 😉

3 Gedanken zu „Mal wieder: Die Party-Frage“

  1. Das alles wäre nicht so tragisch, wenn Kollegen, die solche Fragen stellen, wenigstens nicht als Verteidiger tätig wären.

  2. Schön finde ich in diesem Zusammenhang die Worte des Kollegen Strate, die er anlässlich der Verleihung seiner Ehrendoktorwürde gesprochen hat:
    „Die Aufgabe des Strafverteidigers ist es, Vertrauen zu schenken, wo es jeder verweigert, Mitgefühl zu entfalten, wo die Gefühle erstorben sind, Zweifel zu säen, wo sie keiner mehr hat, und Hoffnung zu pflanzen, wo sie längst verflogen ist.“

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