Lehrstück für eine miserable Revisionsbegründung

Der 5.Strafsenat des BGH hat mal wieder die Arbeit eines Verteidigers abgewatscht und lehrbuchmäßig aufgezeigt, was man alles nicht vergessen darf:

5 StR 170/07
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom 5. Juli 2007

Soweit die Ablehnung der Anträge auf Einholung eines „Obergutachtens“ oder nochmals des Gutachtens eines Sachverständigen für das Schleiferei- und Poliererhandwerk beanstandet wird, sind die Rügen unzulässig (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Zum einen wird in der Revisionsbegründung die Begründung des ersten Antrags nicht vollständig mitgeteilt. Es fehlt die in Bezug genommene „ausführliche und konkrete Stellungnahme der Verteidigung im Rahmen der Haftbeschwerde vom 05.12.2006″ . Insbesondere aber wird das eingeholte schriftliche betriebswirtschaftliche Gutachten nicht vorgelegt. Ohne dessen Kenntnis kann nicht beurteilt werden, ob der als Sachverständiger gehörte Betriebswirt die Erforderlichkeit der Subuntnehmerleistungen auch in technischer und handwerklicher Hinsicht hinreichend beurteilen konnte.