Landgericht Braunschweig: Wettbewerb im angewidert aus der Wäsche schauen

Das passte dem Herrn Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft nun gar nicht. Davon abgesehen, dass es schon bewundernswert ist, wie jemand in der Lage ist, über mehrere Verhandlungstage stundenlang ein perfekt angewidertes Gesicht zu ZIEHEn, bekam „angewidert“ eine neue Bedeutung, als eine Gutachterin des Landeskriminalamtes auf meinen Beweisantrag hin bestätigte, dass alle Erkenntnisse zwar meinen Mandanten durchaus belasten könnten, zwingende Schlüsse aber nicht möglich sind.

Es gibt Staatsanwälte, die professionell sind, andere sind angewidert. Schade.

2 Gedanken zu „Landgericht Braunschweig: Wettbewerb im angewidert aus der Wäsche schauen“

  1. Wahrscheinlich hat er zuviel „John Grisham“ gelesen und sich ein Beispiel an den dort geschildertem Verhalten der StA’s genommen.

    Deshalb sei es ihm doch gewiß nachgesehen!

  2. Zum Thema angewidert …..

    Wenn man bei Google die Keywords „[editiert. crh]“ eingibt wird man erschlagen von einem verdunkelten Kriminalfall bei dem ein halbes Dutzend Beamte den Verband jahrelang betrogen haben und das Jugendheim [editiert. crh] geschlossen werden mußte weil kein Geld mehr da war. Die Beamten wurden nie vor Gericht gestellt, weil einer von ihnen im Zeugenschutzprogramm war. Zuständig war Oberstaatsanwalt Dr. [editiert. crh]. Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität. Seit ein paar Monaten zwangsversetzt in den Bereich Tötungsdelikte.

    Da diese 6 Beamten nie vor Gericht gestellt wurden, konnte man ihnen logischerweise das betrogene Geld bis heute nie abnehmen. Sie besitzen es immer noch. Sogar die Kontonummer ist bekannt.

    Außerdem konnten sie aus den gleichen Gründen nie entlassen werden. Eine der Beamtinnen wurde versetzt, einer ist in Pension und die anderen sind immer noch in Amt und Würden…und zwar genau auf den Plätzen auf denen sie die jahrelangen Betrügereien durchgeführt hatten. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

    In dem Moment wo man auch nur einen einzigen von ihnen vor Gericht gestellt hätte, wäre die Verteidigung unweigerlich auf die Haupttäterin gekommen…aber die hatte Zeugenschutz.

    Was ich von Staatsanwälten halte?…ich bin einfach nur angewidert!

    [Der Kommentar wurde anonymisiert, weil er Tatsachenbehauptungen enthält, die unter Umständen ehrkränkenden Charakter haben könnten.]

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