Kripo Wolfsburg, schlimmer gehts nimmer

Manchmal glaubt man, in seinem Arbeitsleben auf die Akte gestoßen zu sein, aus der sich so grottenschlechte Ermittlungen ergeben, dass die nicht mehr zu unterbieten sind. Aber dann geht es doch.

In einem Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig, in dem wir nun schon über ein halbes Jahr verhandeln, tun sich Untiefen auf. Da werden von der Kripo Wolfsburg Handys ausgelesen, der Staatsanwalt spürt schon, dass das nicht vollständig sein könnte und bittet die Kripo Wolfsburg um nochmalige Ãœberprüfung.

Antwort sinngemäß: Mehr geht nicht.

Auch der Vorsitzende der Strafkammer lässt das Auslesen nochmals überprüfen.

Antwort sinngemäß: Mehr geht nicht.

Heute bringt die Zeugin die Handys mit, der Vorsitzende höchstselbst tippert darauf herum und findet in Minutenschnelle Informationen aus der tatrelevanten Zeit, die kein Prozessbeteiligter bisher kannte.

Gerade noch kontrolliert wutschnaubend teilt der Vorsitzende mit, dass die Handys nun nochmals auszulesen sind – aber bestimmt nicht mehr durch die Kripo Wolfsburg.

Die weiteren Ermittlungspannen in diesem Verfahren würden für ein eigenes Blog ausreichen.