Kleine Nickeligkeiten der Amtsgerichte

Der Kollege Melchior berichtet hier über den Versuch einiger Amtsgerichte, sich unliebsame Sachen vom Hals zu schaffen.

Und wenns nicht diese Nummer ist, dann kommt wieder mal die Keule der frühen Terminsstunde. Ein königlich bayrisches Amtsgericht hat mich in einer OWi-Sache zum Termin um 8.40 geladen.

Macht nichts, ich kenne dort ein nettes Hotel, die Brauerei ist schräg gegenüber und die Küche vorzüglich.  Ich reise also mit Freude am Vortag an, genieße dort den Abend und hätte mich wohl geärgert, wenn ich nicht diese Gelegenheit für diese kleine Auszeit bekommen hätte. Vielleicht dauert diese Auszeit auch noch einen Tag länger. Mal sehen, was die Kollegen und der Kalender dazu sagen…

6 Gedanken zu „Kleine Nickeligkeiten der Amtsgerichte“

  1. Aber nicht, daß Sie am nächsten Morgen mit Brummschädel in der Verhandlung sitzen! ;D

  2. Keine Bange, ich werde bei dem Termin hellwach sein. Möchte doch das Gesicht des Vorsitzenden in vollen Zügen genießen, wenn er das Verfahren wegen einer gewissen Zustellungsproblematik einstellen muß 😀

  3. …also ich versteh das nicht…. da hört man in den diversen RA-Blogs immer wieder mal Beschwerden, dass so lange auf einen Termin gewartet werden müsse, da offenbar das Gericht überlastet sei. Und dann kommt ein innovatives Gericht mit frühen (und bestimmt auch deshalb mehr) Terminen – und dann isses auch wieder nicht recht ;-))

    Senior (der auch ungern vor neun Uhr morgens arbeitet)

  4. Das kenne ich mit einem späten Termin.

    Zu meiner Zeit als angestellter Anwalt in der Ex-Bundehauptstadt wollte mich ein Richter des AG Köln in einen Vergleich prügeln: Er schaut mich an: „Dann machen wir die Beweisaufnahme am Freitag, den XX ab 18:00.“ Meine Antwort: „Sehr Gerne, nach den zwei Stunden Beweisaufnahme sitze ich noch während der Tagesschau vor der Glotze (gedacht: während ihr noch im Auto nch Hause sitzt) und mein Chef kann nichtmal motzen, dass keinen langen Abend in der Kanzlei mache.“.

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