Gnadenlos gegenüber Raubkopierern

Wohnungsdurchsuchung, Sicherstellung von High-End-Computer nebst Zubehör, Ermittlungsverfahren gegen einen selbständigen Tontechniker, der ohne den Computer und ohne die dort gespeicherten Daten seinen Laden schließen kann. Das volle Programm also.

… weil er ein einziges Mal auf einem illegalen Fileserver eine Software im Wert von 39,00 € (neunundreißigkommanullnull Euro) unter Verletzung des Urheberrechts runtergeladen hat.

Der Mandant wurde anhand seiner IP Nummer ermittelt, die auf dem Fileserver abgelegt war.

Ich konnte es nicht glauben, bis ich diesen Beschluß hier sah. Es ist nicht zu fassen, was diese Staatsgewalt mit unserem schönen Grundgesetz macht.

Ein in diesem Zusammenhang interessanter Vermerk der Polizeibeamtin:

Es wird darauf hingewiesen, daß mit einer Auswertung der Rechnerdaten aufgrund der hiesigen Vorgangsbelastung frühestens in 18 Monaten zur rechnen ist.

Ich hätte da ja mal eine Idee, wie man die „Vorgangsbelastung“ reduzieren könnte. Mann-o-Mann!

52 Gedanken zu „Gnadenlos gegenüber Raubkopierern“

  1. Backups werden bei der Hausdurchsuchung natürlich mit einkassiert. Ist doch klar, das können doch genauso Beweismittel sein.

    Es gibt keine „gute Lösung“ bei einer Hausdurchsuchung. Das ist eine Vollstreckung ohne Urteil, und kehrt die Unschuldsvermutung um. Aus diesem Grunde ist es umso wichtiger die Verhältnissmäßigkeit zu wahren, nur das passiert mittlerweile immer weniger.

    Siehe auf meiner Homepage: http://haus.durchsuchungen.de/

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