Endlich ein Zeichen

Mehrjährige Haft für Falschanzeige

Es wird selten ernsthaft verfolgt, die Strafen sind vergleichsweise milde: erfundene Vergewaltigungen.

Den angeblichen Täter der erfundenen Vergewaltigungen drohen oft mehrjährige Haftstrafen, Untersuchungshaft wird fast immer angeordnet. Wenn sich herausstellt, dass die Vergewaltigungen erfunden waren, sind die Strafen für die Erfinderinnen meist ausgesprochen niedrig.

Anders jetzt wohl das Landgericht Coburg:

Zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren hat das Landgericht Coburg am Donnerstag eine 42-jährige Frau verurteilt. Die gebürtige Kronacherin hatte einen 41-jährigen Mann beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben.

Daraufhin saß der Mann zehn Monate in Untersuchungshaft. Wie sich herausstellte, war die Vergewaltigung erfunden. Die falsche Anschuldigung kam ans Licht, weil die Frau zuvor schon anderen Männern gedroht hatte, sie wegen Vergewaltigung anzuzeigen. „Sie ist eine große Manipulatorin und Betrügerin“ , attestierte der vorsitzende Richter Gerhard Amend der Angeklagten bei der Urteilsverkündung. Mit den Vergewaltigungsvorwürfen habe sie einen Ermittlungsrichter, einen erfahrenen Staatsanwalt und nicht zuletzt die Opferschutzorganisation Weißer Ring getäuscht.

Quelle: Neue Presse Coburg

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