Ein Arschloch wie Sie,

Herr Wagner schreibt in der „Bild“.

Für mich sind Sie ein Schwein.

Igitt!

(Falls jemand noch ein Komma vermißt: Kurz Bescheid sagen, vielleicht liegt hier noch eins ‚rum …)

8 Gedanken zu „Ein Arschloch wie Sie,“

  1. „Sie sind ja Jura-Student. “
    Falsch. Er hat das erste Staatsexamen abgeschlossen, ist also Jurist (Univ.)

    „Für mich verstößt Ihre Stiftung gegen die Moral.“
    Schön. Aber was hat das mit Jura zu tun?

    „Es gibt ethische Normen.“
    Ja, es gibt auch Tiefdruckgebiete. Aber beide haben nichts mit Strafnormen zu tun. Und die ethische Norm, daß ein verurteilter Mörder anderen nicht (mehr) helfen darf, die hätte ich gerne mal zitiert bekommen.

    „Ein Arschloch wie Sie“
    Ein schönes Beispiel, wo ausnahmsweise ethische Normen (Ehr- und Achtungsanspruch) mit juristischen Normen (Beleidigung, § 185 StGB) zusammenfallen.

    „Für mich sind Sie ein Schwein.“
    s.o.

  2. Naja, mit der Strafbarkeit von ehrkränkenden Äußerungen scheint sich dieser Walter auszukennen. Soweit ich das beurteilen kann, ist das in diesem Fall zumindest nicht ganz eindeutig. Eindeutig ist allerdings das Niveau jenes Autors

  3. Ob der Wagner diese ethischen Normen kennt?

    „“Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.” (Mt. 6,12)
    Oder auch
    “Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße” (Mt. 3,8)“

    Die Norm „Du sollst keine Stiftung gründen!“ kenne ich nicht.

  4. Kann mich den Argumenten meiner Vorposter/innen nicht ganz verschließen, empfinde es jedoch persönlich (ausdrücklich nicht: beruflich) ebenfalls als Chuzpe, wenn „prominente“ Täter/innen sich plötzich auf die Seite der Opfer schlagen wollen und damit in erster Linie demonstrieren, daß sie gerne eine etwas mildere Dosis Sanktion hätten.
    Wir haben soetwas in Österreich derzeit in etwas schwächerer Form in der Person eines bekannten Musikers, der eine kleine Größe im Drogenhandel war und gute Aussichten auf Strafverschonung hat, nachdem er sich nun im fernen Mallorca auf Entzug befindet und damit gedroht hat, Schulen abtingeln zu wollen, um den jungen Menschen zu vermitteln, daß man doch besser die Finger von Drogen lassen möge.
    Weniger „prominente“ Beschuldigte bzw. Verurteilte haben diese Möglichkeit der strafverschonenden öffentlichen „Läuterung“ nicht.

    Abgesehen davon frag‘ ich mich, woher die Mittel für solche Stiftungen stammen sollen; gehe ich doch davon aus, daß sich die Familie des Mordopfers mit nicht unbeträchtlichen Schadenersatzforderungen dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen hat, sodaß sowohl Buchtantiemen als auch allfällige Ersatzleistungen für die erlittene Folter als auch allfälliges sonstiges Vermögen wohl kaum in so eine Stiftung werden fließen können.
    Wer allerdings in den Opferschutz iwS. investieren will, hat dazu seriösere Möglichkeiten als „Mörder-Stiftungen“.

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