Edi Stoiber wirbt für die Einführung des Straftatbestandes der Politikeruntreue/Steuergeldverschwendung

Ich reise gern. Ich liebe außergewöhnliche Hotels. Ich schaue nicht auf den Cent. Aber gegen Edi Stoiber bin ich ein mickriger kleiner Fisch.

In seinen letzten Amtstagen scheint Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber die Bodenhaftung zu verlieren. Der bisher bodenständige Politiker nimmt es nun mit dem Geld der bayerischen Steuerzahler nicht mehr so genau.

Sag zum Abschluss ganz laut Servus: Die Tage von Edmund Stoiber als bayerischer Ministerpräsident sind gezählt, aber ganz zum Schluss lässt er es noch einmal richtig krachen. Bei einer seiner letzten Auslandsreisen, dieser Tage in Russland, hat er sogar Brioni-Kanzler Gerhard Schröder übertrumpft: Stoiber mitsamt Ehefrau Karin, der Wirtschaftsminister und designierte CSU-Chef Erwin Huber, Landesgruppenchef Peter Ramsauer und die Entourage des Landesvaters stiegen dabei in Moskau im gerade eröffneten Hotel Ritz-Carlton ab.

Für Suiten des für 350 Mill. Dollar von kasachischen und türkischen Investoren errichteten Hotels müssen sogar 430 000 Rubel pro Nacht hingeblättert werden. Das sind umgerechnet 12 300 Euro – allerdings für einen atemberaubenden Blick vom Schlafzimmer und Salon auf den berühmten Roten Platz, einer Bibliothek, Musikzimmer mit Flügel, Speisesaal und einer Sauna im Bad. Selbstverständlich versteht sich der Preis ohne das Frühstück, das“ mit Kaviar, Gänseleber und Trüffeln – 540 Euro extra kostet.


Quelle: handelsblatt.com

3 Gedanken zu „Edi Stoiber wirbt für die Einführung des Straftatbestandes der Politikeruntreue/Steuergeldverschwendung“

  1. Jaja, wenn man selbst Trauben nascht, muss man als Anwalt natürlich mit dem Finger auf die ganz großen Politikerbosse zeigen, die ganze Weinfässer leertrinken…

    [blockquote]
    Ich reise gern. Ich liebe außergewöhnliche Hotels. Ich schaue nicht auf den Cent. Aber gegen Edi Stoiber bin ich ein mickriger kleiner Fisch.
    [/blockquote]

    …aber haben Sie auch mal an Ihre „armen“ Mandanten gedacht? 😉

    Gruß vom Amateur

  2. Nunja, lieber Amateurjurist, der Vergleich ist nicht ganz gerechtfertigkeit. Außer, Edmund Stoiber bezahlt seine „Weinfässer“ aus dem persönlichen Portemonnaie. Das wage ich allerdings zu bezweifeln.

  3. Naja, dass ganze ist in wirklichkeit nicht so schlimm sondern wohl eher schlecht recherchiert:

    die Ãœbernachtung in der „Executive Suite“ – neben der oben erwähnten deluxe suite das teuerste Zimmer kostet für 2 Personen 29.500 Rubel – das sind knapp 850 euros – und bei dem preis ist das früstück includiert…

    und auch der preis für für die “ Deluxe Suite“ stimmt nicht – der beträgt normalerweise 126.500 also weniger als ein drittel des vom Handelsblatt erwähnten preises

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