Doping: Spur führt in den Südharz

Einer der Chefärzte einer thüringischen Klinik steht im Verdacht, Helfer des spanischen Mediziners Eufemiano Fuentes gewesen zu sein, der als Hauptfigur der Dopingaffäre im Radsport gilt. Gegen den deutschen Mediziner, einen Anästhesisten, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet.

Die Aktion gegen den verdächtigen deutschen Arzt ist seit Wochen vorbereitet worden. Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) und der Staatsanwaltschaft Göttingen durchsuchten am Donnerstag das im Südharz gelegene Wohnhaus des deutschen Mediziners und sein Büro in einem Krankenhaus im nahen thüringischen Bleicherode.

Quelle: Sueddeutsche

Alles ruft nach härteren Anti-Doping-Gesetzen, um wieder ehrlichen Sport zu gewährleisten. Ist das der einzige Weg? Müssen tatsächlich Steuergleder herhalten, um sauberen Sport zu garantieren? Kann es dem nicht sportinteressierten Steuerzahler nicht eigentlich völlig egal sein, ob der Sieger irgendeines Radrennens oder Tischfussballturniers irgendwelche Tabletten genommen hatte oder nicht? Es gibt unendlich viele Berufe, in denen viele Berufstätige völlig legal alle mögliche Chemie zu sich nehmen, um Bestleistungen zu erzielen. Warum muss der Sport das Privileg haben, ein ausgesprochenes Verbot staatlich kontrollieren lassen zu können?