Digitale Akte bei der Staatsanwaltschaft

Daß es noch ein langer Weg ist, bis bei den Ermittlungsbehörde ein Umgang mit digitalisierten Dokumenten zur Routine wird, zeigt dieses nette Beispiel aus dem Bundesland Sachsen (diesmal nicht: Potsdam! ;-) ).

Ich verteidige zur Zeit in einer umfangreichen Sache wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Meinem Mandanten wird vorgeworfen, an dem Handel mit so genannten Legal Highs beteiligt zu sein. Die Ermittlungen laufen schon seit 3 Jahren. Entsprechend umfangreich sind die Ermittlungsakten.

Ende Februar hatte ich um ergänzende Akteneinsicht gebeten. Anfang März bereits bekam ich Post. Eine DVD, auf der die komplette Akte digital gespeichert sein soll.

In der Hülle sah der Datenträger so aus:

Digitale Akte 02

Unbeschriftet. Komisch, nicht wahr? Wie die „Rückseite“ aussieht und warum die Scheibe zur Herstellung einer Uhr, eines Mobiles oder als Bierdeckel geeignet ist, aber ansonsten unbrauchbar, erkennt man durch Klick auf’s Bild.

Wir haben ein paar Tage später Ersatz bekommen.