Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!

Beim Aufräumen meine eMail-Postfächer fiel mir der Spam von BIG BENN BOOKS in die Hände. Ich habe dann mal geschaut, welche Hinweise gegeben werden unter der Ãœberschrift:

JedenTagReicher Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!

Dieser Newsletter enthielt einen Link zu einer Website mit dem Titel

SchuldenKO 550x142 Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!

Dort werden ein „Herr Schulden-Drückeberger“ und seinesgleichen vorgestellt, die sich einfach nur ein leichteres, sorgenfreieres Leben mit weniger Kälte, Hektik und Gängelung wünschen, ihre ganz persönliche Rache nehmen an einem System, das immer mehr Leistung fordert, aber immer weniger Menschlichkeit hervorbringt und die auf jeden Fall für sich zum Schluss gekommen sind, daß sie einen guten Grund haben, Schulden Schulden sein zu lassen.

Es werden auf dieser Seite Ratschläge erteilt, wie man an die Leistung anderer Menschen kommt, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Und das alles selbstverständlich(!) stets(!!), ohne dabei eine Straftat zu begehen:

ImmerSchönLegal 550x579 Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!

Weitere Tips sind „Immer auf Zeit spielen“ , „Immer unerreichbar sein“ , „Immer täuschen und tarnen“ , „Immer so langsam wie möglich und so schnell wie nötig“ und „Immer gelassen und freundlich“ .

Gegen solche „Prinzipien“ gibt es jedoch ein ganz einfaches Mittel:

Die Leistung wird nur dann erbracht, wenn die Gegenleistung vollständig gesichert ist. Beim Brötchenkauf ist das der Zug-Um-Zug-Austausch: Das Gebäck geht nur dann über die Bäckertheke, wenn das Bare in der Geldschale liegt. Alles andere birgt Risiken in unterschiedlicher, meist aber in hoher Qualität.

Rechtsanwälte und ganz besonders Strafverteidiger können dieses Zahlungsausfallrisiko nur dann sicher ausschließen, wenn sie auf Vorauszahlung der Gegenleistung bestehen. Solche Empfehlungen wie die oben zitierten des …

Roland Benn Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!

… bestätigen, daß es keine sinnvolle Alternative zu dieser (gesetzlich in § 9 RVG geregelten) Praxis gibt. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen am Wirtschaftsleben Beteiligte.

Obiter dictum:
Richter, Staatsanwälte, Bezirksrevisoren und Rechtspfleger bekommen ihr Gehalt auch vorschußweise stets am Monatsersten. Die sind auch nicht blöd. icon wink Der Sonntagsgedanke: Vorschuß muß!