Der Irr-Weg durch’s Moabiter Kriminalgericht

Das Kriminalgericht wird 100 Jahre alt. Der Pressesprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Michael Grunwald gratuliert mit einem lesenswerten Beitrag in der Berliner Morgenpost. StA Grunwald beschreibt den (Leidens-)Weg eines Zeugen vom Haupteingang (siehe Bild oben links) in den Saal D 707:

Dabei ist das Gebäude doch so einfach zu überschauen: Es hat im Mittelteil, um die Haupthalle herum, drei und ansonsten vier für Besucher relevante Etagen, die über ein gutes Dutzend versteckter und offener Treppen erreichbar sind. Drei Längsgänge in Ost-West-Richtung und fünfeinhalb bis sechs Quergänge durchkreuzen jede Etage. Zur Haupthalle hin verlaufen der vordere und mittlere Längsgang im Ãœbergang vom Drei- ins Vieretagensystem in Zwischenetagen. Die Nummerierung der Räume tut ein Ãœbriges zur Orientierungshilfe. Sie beginnt beispielsweise im Untergeschoss im vorderen Längsgang rechts von der Haupthalle mit Raum 201. Die ungeraden Anfangszahlen sind der linken Gebäudehälfte vorbehalten. Der Ãœbergang zu den weiteren Gerichtsgebäuden B, C, D und E befindet sich von der Haupthalle aus betrachtet in der rechten hinteren Gebäudeecke, wo man beispielsweise bei Raum 429, also im ersten Obergeschoss, über eine Halbtreppe in die dritte Etage des Gebäudes C und dort logischerweise zu den Räumen C 201 ff gelangt.

Rechtsanwalt und Notar Rolf-Jürgen Franke, Autor der Lichtenrader Notizen, orientiert sich in dem Gebäude anhand eines Lageplans (pdf), den ich meinen Mandanten auch empfehlen möchte.

Verbunden mit dem Rat, es auf keinen Fall selbst zu versuchen, sich in dem Moabiter Labyrinth zurecht zu finden. Fragen Sie einen Wachtmeister, Träger weißer Schlipse oder gehen sie in irgendeinen Raum und fragen nach dem Weg.