Amtsgericht Goslar und das Warten auf das grüne Licht

Das Nervenkostüm des Angeklagten wurde auf die Folter gespannt. Vorgeworfen wurde ihm mannigfacher Handel mit Marihuana und Haschisch. Bei einem ersten Anlauf in dieser Sache wurde vom Vorsitzenden angedeutet, dass im Falle eines Geständnisses zwei Jahre auf Bewährung kein Problem sein sollten. Mehrere Mittäter wurden wegen dieser Taten durch ein anderes Amtsgericht zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Nun aber eine junge Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft, der zwei Jahre einfach zu wenig sind. Wenigstens erklärt sie sich bereit, den Anklageverfasser und Sachbearbeiter bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig telefonisch zu kontaktieren. Das gestaltet sich schwierig und dauert fast eine Stunde, in der der Angeklagte völlig verunsichert ist, was nun werden wird.

Erst nach fast einer Stunde dann endlich das „Grüne Licht“ aus Braunschweig: Es gibt die Bewährung.