Amtsgericht Gifhorn schwächelt bei der Frage der Vollmachtvorlage

Das Amtsgericht Gifhorn teilte mir in einem Strafverfahren mit, dass man die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht erwarte. Ich erlaubte mir sodann die Frage, was denn diese Bitte zu bedeuten habe und ob man anzweifele, dass ich bevollmächtigt bin.

Man antwortete mir schnörkellos und offenbar von der Richtigkeit dieser Angabe überzeugt, die Verpflichtung, eine schriftliche Vollmacht zur Akte zu reichen, ergäbe sich aus § 145a StPO.

Ich habe nunmehr darauf hingewiesen, dass § 145a StPO lediglich die Zustellungsvollmacht behandelt und nicht die Verteidigervollmacht und dass das Gesetz selbst dabei von zwei möglichen Alternativen ausgeht, wobei eine der Alternativen genau die ist, dass eine schriftliche Vollmacht nicht vorliegt.

Ich bin gespannt, mit welcher lichtvoller Erwiderung ich nunmehr zu rechnen habe.

4 Gedanken zu „Amtsgericht Gifhorn schwächelt bei der Frage der Vollmachtvorlage“

  1. Wie wäre es angesichts immer neuer abenteuerlicher Ein- und Ausfälle von Behörden und Gerichten zum Thema „Vollmachtsvorlage“ mit der Gründung eines Vollmachts-Blogs, ggf. als Co-Produktion mehrerer Kanzleien, die sich mit diesem Thema beschäftigen, anstatt immer noch platt die Frage nach dessen Sinn zu stellen?

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    als ehemaliger Betreuer meiner verstorbenen Eltern habe ich jetzt mit etwa 5 verschiedenen Rechtspflegerinnen im Amtsgericht Gifhorn zu tun. Die Themen sind die Schlussrechnung als betreuender Sohn und die Erbschaft gemeinsam mit meinen beiden Geschwistern.
    Diese beiden Themen zügig abzuwickeln ist glaube ich das Ziel auch von den Rechtspflegerinnen, doch aufgrund von z. B. Verwechslung mit meinem verstorbenen fast gleichnamigen Vater, behördlichen Zahlensalat beim Abarbeiten der Schlussrechnung kombiniert mit obskuren Nachweisforderungen behindern diese Damen die Abwicklung erheblich. Als einziges vor Ort Kind hatte ich mit der Betreuung unserer Eltern bis an die Grenze meiner Belastbarkeit zu tun und jetzt erwarten die Amtswesen, dass ich Aldi- etc. Bons chronologisch aufliste und aufsummiere. Das es sich bei einer LSW LandE Überweisung um die Abschläge für die Energieversorgung des Hauses meiner Eltern handelt, wurde erst nach einem Hinweis von mir verstanden. Und so weiter! Himmel hilf! Habe ich als Sohn ein Recht auf eine vereinfachte Schlussrechnung? Sollte ich jetzt, was vom Gericht vorgeschlagen wurde, einen Testamentsvollstrecker mit der Prüfung der Schlussrechnung beauftragen?
    Ja, meine Eltern haben das Gericht gebeten einen Testamentsvollstrecker zu benennen, wenn die Eltern keinen selbst benennen. Dieser soll im Streitfall das Erbe aufteilen. Meine Eltern haben keinen benannt. Wir Geschwister sind uns aber völlig einig, Streit ist nicht in Sicht. Haben wir als Erbengemeinschaft ein Mitspracherecht bei der Benennung eines Vollstreckers? Für die Geduld beim Lesen, Unterstützung und Hinweise bin ich sehr dankbar, viele Grüße HGDY

  3. Die Erfahrungen, die Sie bei der Abrechnung Ihrer Betreuertätigkeit machen, sind Strafverteidigern gut bekannt, wenn sie die Pflichtverteidigungen abrechnen. Da ist im Zweifel jeden kopierte Seite ausführlich zu rechtfertigen.

    Mit Ihren Fragen bzgl. eines Testamentsvollstreckers sollten Sie sich besser an einen Erbrechtler wenden.

    Wir Vier sind Strafverteidiger und können erst dann wieder für Sie tätig werden, wenn Sie mindestens eine der

    5 verschiedenen Rechtspflegerinnen im Amtsgericht Gifhorn

    im Zorn erschlagen haben.

  4. Guten Tag,

    bin zufüllig auf diese Seite gestoßen, bei der Suche „Amtsgericht Gifhorn“, denn auch bei mir spielt sich haarsträubendendes ab. Nur mal ganz kurz, wenn Interesse, dann etwas länger (:))

    Bin zur (ehrenamtlichen) Betreuerin bestellt, Behörde ärgert sich über mich, und entzieht mir die Betreuung: ohne Information, ohne Anhörung, heimlich zusammen mit anderen Behörden/Ämtern und schickt mir nicht einmal den Beschluß. Und das binnen 9 Tagen !
    Die BETREUTE wurde im Zustand eigener Krankheit und Schmerzen in Form einer Suggestiv-Frage „befragt“, unvorbereitet, ohne Aufklärung, schlicht und einfach überrumpelt.

    Ja, so etwas geht beim Amtsgricht Gifhorn.
    Lieben Gruß
    Huenerbein

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