Amtsgericht Braunschweig: Zwangsweises Zähneputzen

Verurteilt werden die Angeklagten vom Amtsgericht Braunschweig wegen gemeinschaftlicher Nötigung. Aber selbst die Frau Staatsanwältin räumte ein, dass man bei dem konkreten Sachverhalt zumindest schmunzeln kann.

Hintergrund war, dass die beiden Angeklagten gemeinsam mit dem Nötigungsopfer in einer Zelle in einer Justizvollzugsanstalt inhaftiert waren. Das Opfer hatte ein etwas anderes Hygieneverständnis und wusch sich nicht und putzte sein Zähne nicht. Die Angeklagten schilderten glaubhaft, dass die Ausdunstungen des Opfers dann so unerträglich wurden, dass man sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als das Opfer auf einem Stuhl zu fixieren und ihm zwangsweise die Zähne zu putzen.

Nötigung als Notwehr gegen Ekel, jedenfalls im Strafmaß wurde das berücksichtigt.