Am Haken hängt man schneller, als man denkt.

Mit Pralinen, Wein oder den unvermeidlichen Terminkalendern bedanken sich Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner für zuvorkommenden Service und gelungene Zusammenarbeit. Jedoch allzu großzügige „Weihnachtsgeschenke“ schüren nicht nur Neid und Misstrauen im Kollegenkreis, schlimmstenfalls können sie sogar den Job kosten.

Nicht selten erwartet der edle Spender früher oder später eine Gegenleistung. Erst ein paar Pralinen, dann Parfüm, Premierenkarten und schließlich ein schicker Plasma-Bildschirm fürs heimische Wohnzimmer – da revanchiert man sich im Gegenzug doch wohl mal mit einem großzügig kalkulierten Auftrag oder einer ganz „unbürokratischen“ Genehmigung.

„Anfüttern“ nennt Kriminalpolizist und Korruptionsexperte Uwe Dolata aus Würzburg diese verbreitete Praxis und warnt: „Am Haken hängt man schneller, als man denkt.“

Quelle: AOL

Und wenn man dann insbesondere mit Inhabern von Baufirmen spricht, die mit öffentlichen Auftraggebern zu tun haben, fragt man sich,ob es ohne solche kleinen oder größeren Gaben überhaupt noch Aufträge gibt. Bakschisch-Republik Deutschland.