10 Monate Freiheitsstrafe für Rechtsanwalt

Mit 10 Monaten Haftstrafe zur Bewährung kam der beratende Anwalt Bernhard S. wohl glimpflich davon. Zusätzlich muss er 90.000 Euro Strafe bezahlen, …

berichtet heise online.

Den Verurteilten wurde vorgeworfen,

die illegale Warez-Download-Plattform gegründet und betrieben zu haben. Der Rechtsanwalt Bernhard S. wirkte dem Urteil zufolge am Betrieb der Plattform lediglich als Beihelfer mit. S. hatte stets bestritten, Kenntnis von den Inhalten auf der Website gehabt zu haben.

Laut Heise ging dem Urteil eine Verfahrensabsprache voraus; die Entscheidung des Landgerichts Mühlhausen wurde sofort rechtskräftig.

Das war ein langer Weg bis dahin. Los ging es bereits im September 2004 – und zwar richtig heftig:

Nach Informationen von heise online verdächtigt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen einen der Kanzleiinhaber, den Rechtsanwalt Bernhard S., an Geldwäsche und der Gründung einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Außerdem soll er massiv an Verstößen gegen das Urheberrecht mitgewirkt haben. Wegen Verdunklungs- und Fluchtgefahr befindet sich S. in Untersuchungshaft.

War aber wieder mal nicht soviel dran, wie die Staatsanwaltschaft anfangs gesehen hat.

Danke an Siegfried Schlosser für den Hinweis.

2 Gedanken zu „10 Monate Freiheitsstrafe für Rechtsanwalt“

  1. Die Zulassung als Anwalt dürfte damit nicht in Gefahr sein. Auch an Rechtsanwälte wird kein strengerer Maßstab angelegt als an Beamte. Diese verlieren erst ab einer Freiheitsstrafe von einem Jahr Ihren Job. Bei Anwälten kann Imho die Strafe auch darüber ausfallen. Kritisch für diese Berufsgruppe ist eher, ob das Delikt das Vertrauen der Mandanten untergräbt, zum Beispiel Veruntreuung von Kundengeldern.

    (Quelle: law blogergänzt von crh)

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